Das Dschungelbuch (1994, Spielfilm)
Geboren von Menschen, aufgezogen von Tieren, bestimmt zu Abenteuern.
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Der abseits der Zivilisation im indischen Dschungel aufgewachsene Mogli (Jason Scott Lee) begegnet der Generalstochter Kitty (Lena Headey) wieder, die er einst als Kind kannte, bevor es ihn in die Wildnis verschlug. Nach anfänglichen Irritationen bringt sie ihm sprechen, Manieren und tanzen bei. Das sieht Boone (Cary Elwes), der sie heiraten will, überhaupt nicht gern. Er lässt die beiden aber vorerst in Frieden und wartet auf den richtigen Moment, um Mogli dazu zu zwingen, ihn zur Stadt der Affen zu führen, wo sich der Legende nach riesige Schätze befinden.
Lenas Figur wirkt bisweilen ein wenig unschlüssig. Es gibt aber auch zahlreiche Szenen, in denen sie dem Film Frische und Leichtigkeit verleiht. Zudem agiert Kitty selbstbewusster als viele vergleichbare Figuren in anderen Filmen.
Die Neuverfilmung von Rudyard Kiplings Roman, mit der einer der größten Klassiker aller Zeiten wieder lebendig wird, ist ein solider Abenteuerfilm mit einer netten Liebesgeschichte und einigen schönen Aufnahmen des indischen Dschungels. Regisseur Stephen Sommers sowie Ronald Yanover und Mark Geldman verfassten das Drehbuch der 27Mio$-Produktion, die - neben Indien - auch in den Südstaaten der Ostküste Amerikas gedreht wurde.
Für Kinder und solche, die es waren, ist und bleibt freilich der Zeichentrickfilm unerreicht. Glücklicherweise wurde bei der Realverfilmung gar nicht erst versucht, echte Tiere zum Sprechen oder gar zum Singen zu bringen. Ohne John Cleese wäre der Streifen allerdings nur halb so unterhaltsam. Unverzeihlich ist natürlich, dass auf der Hülle der deutschen DVD der Name "Lena Hadley" steht.

